Gott ist für JEDEN da!

Seinen letzten Gottesdienst 2014 im Kirchenbezirk Plauen hielt Apostel Rolf Wosnitzka am 17. Dezember in der thüringischen Gemeinde Bad Lobenstein.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von den Sängern und Instrumentalisten der Gemeinde. Zum Mitdienen rief der Apostel den Bezirksältesten Thomas Blank und den Bezirksevangelisten Hans Franz an den Altar.

Das zugrunde gelegte Bibelwort für den Gottesdienst steht im Lukasevangelium, 15. Kapitel, die Verse 31 und 32, aus dem Gleichnis Jesu vom verlorenen Sohn:

„Er [der Vater] aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir und alles, was mein ist, das ist dein. Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden.“

Was will uns Gott gerade in der Adventszeit mit diesem Wort sagen?

Ein jeder Mensch steht in Eigenverantwortung für sich und damit in der Entscheidungsfreiheit für ein Leben mit oder gegen Gott. Selbst wer sich gegen ein Leben mit Gott entscheidet, für den ist es nie zu spät, zum Vater, d.h. zu Gott, zurückzukehren. Gott nimmt uns immer wieder an, trotz größter Sünden. Dazu bedarf es aber, dass wir Buße tun und in uns gehen. Es genügt dabei nicht nur ein Bereuen oder Bedauern unserer Sünden, sondern zu Unrecht Getanes müssen wir korrigieren (siehe Begegnung Jesu mit Zachäus – Lukas 19,8).

Der verlorene Sohn im Gleichnis kam mit tiefer Reue im Herzen zurück zu seinem Vater. Er wollte wieder bei seinem Vater sein und nahm auch in Kauf, dort nur als Knecht zu dienen. Dass ihn sein Vater mit offenen Armen und mit einem großen Fest empfing, verstärkte im Herzen des Sohnes noch mehr dessen Demut. Der andere Sohn konnte die Handlungsweise seines Vaters nicht verstehen – bei ihm war sein Bruder verloren, er hatte ihn „abgehakt“. Anders beim Vater: Der Sohn war zwar verloren – aber noch immer in seinem Herzen. Als Zeichen seiner Liebe und der Zugehörigkeit zur Familie schenkte er ihm einen Ring – ein Ring ist ohne Anfang und Ende.

Gott ist mit seiner Hilfe immer und für jeden uneingeschränkt da, er ist groß und kann einfach alles! Er hält für uns die Kleider des Heils bereit und nimmt uns immer wieder in seine Gemeinschaft auf, auch wenn wir einmal abseits standen. Gott feiert mit uns ein Fest – diese Gemeinschaft mit ihm können wir in jedem Gottesdienst und mit jedem Heiligen Abendmahl erleben.

Apostel Wosnitzka zitierte den lutherischen Theologen und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer: „Advent – Niemand besitzt Gott so, dass er nicht mehr auf ihn warten müsste. Und doch kann niemand auf Gott warten, der nicht wüsste, dass Gott schon längst auf ihn gewartet hat.“

Unser ganzes Leben ist mit der Adventszeit zu vergleichen, denn wir stehen immer in der Naherwartung der Wiederkunft Jesu Christi, nicht nur im Dezember eines jeden Jahres.

Ein wichtiges Anliegen unseres Stammapostels ist es, dass wir wieder die Nähe derer suchen möchten, die dem Wirken Gottes ferne stehen. Es können alte Kontakte wieder neu belebt werden, dabei vorsichtig sein und niemanden verletzen oder gar alte Wunden aufreißen – sondern die Liebe, die uns unser himmlischer Vater geschenkt hat, an unseren Nächsten weiterreichen. „Denn alles, was dem Vater und dem Sohn gehört, das gehört auch dir und mir“, sagte Stammapostel Leber einmal. So bekommen alle einmal den gleichen Lohn vor Gott, egal ob man ein Leben lang treu im Glauben stand oder ihm lange ferne geblieben war.

Mit dem Jahresmotto „Mit Liebe ans Werk“ wollen wir unsere Arme ausbreiten und unsere Herzen öffnen für jene, die sich von Gott abgewendet haben. Sie sind im Hause des Herrn zu jeder Zeit willkommen und Gott will auch ihnen seine Gnade schenken!

Text/Fotos: K.Mr.