Gerade Furche ziehen – Auswirkung der Nachfolge

In einem denkwürdigen Gottesdienst mit Apostel Rolf Wosnitzka richtete dieser den Blick nach vorn. „Wer zurückschaut, kann keine gerade Furche ziehen." Es war der erste Gottesdienst des zuständigen Apostels nach der Vereinigung der drei Oberland-Gemeinden Harra, Wurzbach und Bad Lobenstein.

Der seit der Zusammenlegung der Gemeinden vor einigen Monaten erstarkte Gemeindechor begrüßte die Anwesenden mit dem Lied Nr. 106 aus dem Chorbuch: „Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses“. Weiter heißt es im Liedtext: „Kommt, lasst uns anbeten und knieen und niederfallen vor dem Herrn…“ Apostel Wosnitzka rief allen zu, dass sie so verfahren möchten. Das gilt denen, die voller Freude gekommen sind, aber auch denen, die noch Wehmut im Herzen tragen. Im weiteren Liedtext heißt es: „Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass er dich behüte.“ Das war ein Befehl an seine Engel, keine Empfehlung. Dazu wünschte der Apostel allen, dass diese Allmacht Gottes und die Auswirkungen dieses Befehls jeder erleben und verspüren kann.

Als Bibelwort zu diesem Gottesdienst verwendete der Apostel Lukas 9, Vers 62:

„Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“

Einige Kerngedanken aus der Predigt:

  • Das Kapitel, aus dem das Bibelwort entnommen ist, trägt die Überschrift: Vom Ernst der Nachfolge.
  • Nachfolge ist keine Modeerscheinung. Sie ist an die Treue gebunden.
  • Nach dem Konfirmationsgelübde hat sich Satan, dem man dabei entsagt hat, nicht verabschiedet. Die Umsetzung des Gelübdes erfordert Treue und ernstliche Nachfolge.
  • Jesus hat seine Jünger bei der Erwählung zur Nachfolge aufgerufen, ihnen einen Ausblick gegeben, ein Ziel benannt. Auch unser Blick möge nach vorn gerichtet sein.
  • Als Botschaft dieses Gottesdienstes nannte der Apostel: Nicht zurückschauen!
  • Das gilt auch dem, der mit etwas Vergangenem nicht fertig wird, der verletzt ist, der keine ausreichende Würdigung erfuhr oder dem etwas angetan wurde.
  • Das gilt aber auch dem, der mit Wehmut auf die Vergangenheit zurückschaut, den Entscheidungen belasten oder der die Meinung vertritt: Früher war alles besser.
  • Es geht um das Heil, die Ewigkeit, das Glaubensziel. Deshalb ist der Blick nach vorn ganz wichtig. Hier fügte er das Beispiel aus der Bibel von Lots Frau an.
  • Der Weg in die gesicherte Zukunft geht nur über die Nachfolge und die Treue zum allmächtigen Gott.

Mit dem Blick auf das Bibelwort resümierte der Apostel: Wer zurückschaut, kann keine gerade Furche mit dem Pflug ziehen.

In diesem Gottesdienst spendete der Apostel dem jüngsten Gemeindemitglied, Paulina Fröhlich, das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Dabei sprach er mit vielen Wünschen sowohl das Kind als auch die Mutter an.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls erhielten der ehemalige Gemeindevorsteher, Priester i.R. Bernd Möller und seine Frau Gudrun den Segen zu ihrer goldenen Hochzeit.

Ein denkwürdiger Gottesdienst für die Gemeinde.

Text/Fotos: U.S